Fachrichtungswechsel

Bei einem Fachrichtungswechsel kann die Ausbildungsförderung nur unter bestimmen Umständen weiter geleistet werden.

Grundlage ist § 7 Abs. 3 BAföG. Nach einem Fachrichtungswechsel oder Ausbildungsabbruch wird Ausbildungsförderung für eine andere Ausbildung nur geleistet, wenn für den Fachrichtungswechsel / Ausbildungsabbruch ein wichtiger oder unabweisbarer Grund bestand. Wichtiger Grund ist z.B. die mangelnde intellektuelle Eignung oder ein schwerwiegender und grundsätzlicher Neigungswandel. Unabweisbar ist ein Grund , der den Abbruch oder Wechsel zwingend erfordert. Fachrichtungswechsel oder Ausbildungsabbruch müssen unverzüglich nach Kenntnis des wichtigen Grundes vorgenommen werden.

Ein Ausbildungsabbruch liegt vor, wenn Auszubildende die Art der Ausbildungsstätte wechseln, also z. B. von einer Hochschule zu einer Akademie wechseln. Ein Fachrichtungswechsel ist dagegen gegeben, wenn Auszubildende innerhalb derselben Art von Ausbildungsstätte ein anderes Ausbildungsziel anstreben, also z.B. vom Theologie- zum Medizinstudium wechseln.

Allgemein ist bei einem Fachrichtungswechsel / Ausbildungsabbruch an Hochschulen, Höheren Fachschulen und Akademien zu beachten, dass ein wichtiger Grund nur bis zum Beginn des vierten Fachsemesters anerkannt werden kann. Ein unabweisbarer Grund ist auch später noch zu beachten.

Wichtig:

Ob Sie nach einem Fachrichtungswechsel / Ausbildungsabbruch für eine andere Ausbildung Förderung erhalten können, können Sie schon vor dem Fachrichtungswechsel / Ausbildungsabbruch bzw. vor dem Beginn der anderen Ausbildung durch einen Antrag auf Vorabentscheidung nach § 46 Abs. 5 Satz 1 Nr. 3 BAföG klären lassen.


Weitere Informationen finden Sie in dem Merkblatt zur Förderung nach einem Ausbildungsabbruch oder Fachrichtungswechsel.